Lehrpfade im Nationalpark Šumava

Schwarzenberg-Flößkanal

Logo NS Schw. pl. kanálDer Lehrpfad wurde am 17.5.2003 feierlich eröffnet. Er führt vom Parkplatz in Jelení Vrchy (am unteren Portal) am Kulturdenkmal technischer Bedeutung (eingetragen auf die Liste der Denkmäler am 31. 10. 1963) vorbei nach Raškov über Nová Pec, wo der Besucher sein Fahrzeug abstellen kann.

TunelDer Weg verbindet auf einer Länge von 9 km viele technische Attraktionen miteinander: vom Tunnel (heute mit einer Länge von 397,22 m) mit architektonisch gelungenen Einstiegsportalen, die Anbindung des Jelení smyk, der im See Jelení jezírko mündet, die Rosenauer-Kapelle an der Stelle der Kreuzung mit dem Bach Jezerní potok, der vom See Plešné jezero fließt, der Jezerní smyk, der Aquädukt bei Rossbach, der zugleich auch ein Viadukt über den Bach Koňský potok ist, der vom Speisereservoir Říjiště fließt, die „unvergessene" steinerne Bank, einige Schleusen und Seitenablassungen entlang des gesamten Wegs und vor allem die herrliche Natur Šumavas mit unvergesslichen Tönen, Düften und Eindrücken für alle Sinnesorgane.

Der Pfad ist geeignet für alle: Radfahrer, Wanderer, im Winter für Skilangläufer und angesichts der ebenen, anspruchslosen Oberfläche und der Zugänglichkeit auch für Rollstuhlfahrer und andere Besucher.

Jelení jezírko

 

 

Geschichte:
Der Schwarzenberger Schwemmkanal wurde an der Wasserscheide der Moldau und der Donau als bedeutender Verkehrsweg für Flößholz aus Šumava erbaut.Rosenauerův pomník

Begonnen wurde der Bau am 29. April 1789 (ab Růžový Vrch (Koranda), d.h. etwa 4 km von der Ortschaft Sv. Tomáš entfernt) - Autor des Projekts, Bauleiter und erster Direktor der fürstlichen Holzflößbeförderung war Ing. Joseph Rosenauer (1735-1804), geboren in Chvalšiny, Bezirk Český Krumlov.  

Der erste Flößtransport (der „alte" Kanal hatte eine Länge von 39,9 km) fand am 12. April 1791 statt.

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde der Kanal bis auf eine Länge von 52 km erweitert (davon 37 km auf tschechischem Gebiet, einschließlich eines 429 m langen Tunnels bei Jelení Vrchy). Gespeist wurde der Kanal vom Wasser aus 27 Bächen, des Plešné jezero (Plöckensteinsee) und aus 3 künstlichen Wasserbecken (Rosenauer, Jelení und Říjiště).

Das so genannte Donau-Flößen (vom Kanal über den Fluss Gr. Mühl zur Donau und dann weiter bis nach Wien) dauerte etwa 100 Jahre an, in diesem Zeitraum wurden etwa 8 Millionen m3 Holz geflößt. Im 1892 fand dies ein Ende.

Das Flößen auf dem Kanal in Richtung Böhmen dauerte bis zum Jahr 1961 an. Der Schwemmkanal hatte große Bedeutung für die Entwicklung der Region - Gründung der Gemeinden Nová Pec, Huťský Dvůr, Jelení Vrchy, Stožec, Nové Údolí usw. 


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