Ausflugstipps

Ausflüge zwischen Železná Ruda und Prášily

Der lebhafte Verkehr in Železná Ruda steht in hartem Kontrast zur ruhig verstreichenden Zeit im westlichen Teil des Nationalparks Šumava. Aber außerhalb der Hauptverkehrswege verschlingen Sie sofort schier unendliche Wälder und wüste Ebenen an Orten früherer Siedlungen. Die Orte Prášily und Železná Ruda sind gleichzeitig gute Ausgangspunkte für Ausflüge auf Skiern im Winter. Die Schönheit dieser heute von Touristen bewunderten Gegend verdankt sie der Tatsache, dass sie während des Kalten Krieges gesperrt war.

Prášily---situace

Die Ebenen des Böhmerwaldes sind neben ihrer einzigartigen Natur auch ein perfektes Terrain für Radfahrer im Sommer und Langläufer im Winter - nur leichte Anstiege und Abhänge. Eine Ausnahme stellt die Wanderung entlang des Grenzbergkamms (Polom, 1.295 m) für rüstige Wanderer dar.

Auf dem Parkplatz Gerlova Huť beginnt die Radmagistrale (Cyklostezka Nr. 33), die den ganzen Nationalpark Šumava durchquert. Neben dem Grenzübergang in Alžbětín gibt es hier noch weitere ganzjährig und saisonal geöffnete Übergänge in den Nationalpark Bayerischer Wald.


 

 

Über den Polom zum Laka (Lackensee)

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pohled-k-Polomu-P.HubenýVon Železná Ruda aus machen wir uns auf den Weg nach Debrník (grünes Wegzeichen). Vom ehemaligen Schlösschen der Glasbläserfamilie Hafenbrädl ist nur die Wiese übrig geblieben. Von dort beginnt der Weg stetig bergan auf den Polom (rotes Wegzeichen). Polom heißt auf Tschechisch Baumbruch - Nomen est omen. Der Berg beginnt erst wieder zu ergrünen, nachdem der Orkan Kyrill 2007 hier alle Fichten abgebrochen hat.

Ein Stück weiter unten biegen wir bereits zum See Laka ab. Er ist der kleinste, flachste und höchstgelegene Gletschersee des Böhmerwalds - 2,5 ha, h = 3,9 m, 1090 m ü. NHN. Zurück gehen wir über die erloschene Glasbläsersiedlung Hůrka nach Nové Hůrky und fahren mit dem Bus zurück nach Železná Ruda.

 

Von Prášily zum See Laka

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Laka-jez--M.ČubanEntlang des Plätscherns des Baches Prášilský potok (rotes Wegzeichen) gehen wir nach Gsenget. Über den Bergsattel Zlatý stoleček, wo die Schmuggler ihre Ware austauschten, gelangen wir zum See Laka mit seinen Inselchen auf der Oberfläche, die wirken, als wären sie seit Hunderten von Jahren zugewachsen. Entlang des Baches Jezerní potok gehen wir hinab nach Hůrka mit der Friedhofskapelle der Familie Abel, der Sühneglocke und dem vor kurzem schön restaurierten Fundamenten der Kirche St. Vinzenz. In Richtung Vysoké Lávky (gelbes Wegzeichen) und Formberg (grünes Wegzeichen) gelangen wir durch den Wald zurück nach Prášily.
Achtung: Der Weg Gsenget-See Laka ist vom 15.03.-15.07. aufgrund der Nistzeit des Auerhuhns gesperrt!

 

Zhůří

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Zhůří-M.ValentaVom Parkplatz Stará Huť (grünes Wegzeichen) wandern wir zum ehemaligen Dorf Zhůří, das sich über den Mäandern des Flusses Křemelná erstreckt. Heute steht hier die neue Dreifaltigkeitskapelle, ein Denkmal für amerikanische Soldaten, die hier bei der Befreiung des Böhmerwalds gefallen sind, und es erhebt sich hier ein Sühnekreuz. Totenbretter erinnern an die alte Tradition, als die Verstorbenen auf Brettern aufgebahrt wurden, die dann am Wegesrand aufgestellt wurden.

Vom Gipfel Hadí vrch eröffnet sich eine Aussicht auf das Panorama des Böhmerwalds. Weiter geht es nach Keply - auch dort stand einst ein ehemals berühmtes Amt eines Schultheißen, an das heute nichts mehr erinnert. Hier herrschen Ruhe und Frieden.


 
  

 


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