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Zonen im NP Šumava

Zonen im NP Šumava
I. Naturschutzzone 9 004 ha, 13% der Fläche
In die erste Zone gehören die wertvollsten und naturnahsten Ökosysteme, in denen die besten Voraussetzungen für eine natürliche Entwicklung herrschen, hierbei handelt es sich vor allem um Urwaldreste – Klimaxökosysteme, die ersten Waldgenerationen nach dem Urwald, Sukzessionsstadien, die sich dem natürlichen Zustand nähern, natürliche Sümpfe und Hochmoore, Gletscherseen und Wasserläufe. Diese Überreste der Ökosysteme konnten auf früher schwer zugänglichen und kaum ausnutzbaren Orten aufrechterhalten werden, wodurch die mosaikartige Anordnung der Zonen I. entstanden ist. Die künftigen Zonen I. sollen aus einheitlichen Komplexen bestehen, die natürliche Prozesse ohne größere Umgebungseinflüsse gedeihen lassen. Um besser erkennbare Grenzen zu schaffen, können in die Zonen I. sowohl Ökosysteme hinzugefügt werden, die deutlich mehr verändert wurden.
Das Betreten der Zone I. außer der markierten Wege ist verboten.     

II. Naturschutzzone 56 856 ha, 82% der Fläche
Die Zone II. nimmt im Nationalpark Šumava die größte Fläche ein. Sie besteht aus Ökosystemen, die mehr oder weniger durch die menschliche Tätigkeit verändert wurden. Sie umfasst auch Waldökosysteme, Wasserflächen, Ökosysteme auf landwirtschaftlichem und sonstigem Boden, der für beschränkte, naturnahe und schonende Bewirtschaftung und Touristenzwecke geeignet ist.     
 
III. Naturschutzzone 3 200 ha, 5% der Fläche
Die Zone III. ist eine „Randzone“ – also eine Entwicklungszone. Sie umfasst verbaute Flächen siedlungsartiger Formen sowie Flächen, die für deren Entwicklung bestimmt sind, inkl. Landwirtschaftlicher und sonstiger intensiv genutzter Grundstücke. In der Zone III. befinden sich keine Wälder.
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